Der Stiftungsgründer
Leben und Wirken Helmut Eckers'

Helmut Ecker – ein Mann, der sich nicht nur auf sein Unternehmen und seine Besitztümer beschränkte, sondern sich auch dem Allgemeinwohl verpflichtet fühlte. So war es ihm ein ehrliches Anliegen, Gutes zu tun und sein Vermögen einer Stiftung zu übertragen.
Helmut Ecker wurde am 03. Dezember 1948, als einziger Sohn von Ludwig und Elisabeth Ecker, in Ingolstadt geboren. Er wuchs als Kaufmannssohn sehr behütet auf. Er ging in Ingolstadt 4 Jahre in die Grundschule auf der Schanz, wo sich bereits erste langjährige Freundschaften wie beispielsweise die mit seinem lebenslangen Weggefährten Franz Eisenmann oder seinem Nachbarsfreund Franz Zäch gebildet haben. Danach besuchte er die Mittelschule in der Hohen Schule und schloss seine Schulbildung mit der mittleren Reife ab.
In der Kinder- und Jugendzeit entstanden weitere Freundschaften, aus der auch sein Spitzname „da Zapf" hervorging - seinem „lässigen" Gang beschreibend. Er lernte Tuba zu spielen und gründete zusammen mit Freunden eine Band - die „Black Bottom Stompers". Eine alte Hütte im Garten der befreundeten Familie Zäch diente als Treffpunkt und Übungsraum – er war gesellig, war gerne unter Freunden und überall mit dabei. Helmut Ecker war ein eher zurückhaltender Mensch, der schon immer geprägt von seinem Vater, sehr hilfsbereit war, und auch sein handwerkliches Geschick gerne Freunden anbot, und so ist sein Spruch „des mach ma scho“ allen Freunden und Bekannten immer noch im Gedächtnis.
Ein Faible hatte er auch für seine Märklin Eisenbahn, Skifahren, Berge, Segelurlaub und Rennradfahren. Helmut Ecker war sehr vielseitig interessiert und hat diverse Kurse in Computertechnik, Kochen und Malereitechniken besucht. Er war Mitglied und Förderer bei der KKV Hansa, beim Ingolstädter Sportverein MTV, bei der Zandter Blaskapelle und seit 2011 aktiver Sänger im Männergesangsverein.
Sein Vater legte mit einem eigenen Geschäft - „Farben Ecker“ den Grundstein für die unternehmerische Laufbahn seines Sohnes. Nach seiner Ausbildung zum diplomierten Volkswirt, unterstützte er seinen Vater im elterlichen Betrieb, der fortan vergrößert und modernisiert wurde. Er war ein sehr bescheidener Mensch, aber auch ein Genießer – gutes Essen, Wein und Reisen nach Kanada, Afrika und China hat er sich gegönnt. Kunst, Philosophie und Musik interessierte ihn, und er fand Gefallen daran, selbst als Künstler und Maler tätig zu werdeNoch heute hängen einige seiner gemalten Werke in der Wohnanlage „Am Bachl“ aus.
Gesundheitlich war Helmut Ecker etwa seit seinem 40. Lebensjahr angeschlagen. Die Reise zum Kilimandscharo hat ihn etwas überanstrengt, sodass er fortan Herzprobleme hatte, die er nie richtig in den Griff bekam und ihn beeinträchtigten.
Am 11. September 2001 begegneten sich Helmut Ecker und Tobias Waltl, heutiger Stiftungsvorstand, zum ersten Mal – vermittelt durch den gemeinsamen Freund Franz Eisenmann. Was zunächst nur ein Kennenlernen war, wurde schnell zu einem Wendepunkt: Tobias Waltl war damals ein junger Unternehmer von gerade einmal 22 Jahren. Helmut Ecker erkannte sofort sein Potenzial, seine Leidenschaft und seinen Unternehmergeist. Er schenkte ihm nicht nur sein Vertrauen, sondern übertrug ihm auch die Verantwortung, einen Teil seines Vermögens zu verwalten.
Aus dieser ersten Zusammenarbeit entwickelte sich eine Freundschaft, die von gegenseitigem Respekt, Offenheit und Vertrauen geprägt war. Gemeinsam wurden Projekte angestoßen, Ideen verfolgt und Ziele gesetzt. Im Jahr 2010 entstand die Idee, die bereits 2006 von Tobias Waltl übernommene Wagner Möbelmanufaktur zu vergrößern. Helmut Ecker entschloss sich kurzerhand, das künftige neue Firmengebäude der Manufaktur zu errichten – mit den entschlossenen Worten: „Dann mochs hoid i!“
Für alle überraschend verstarb Helmut Ecker am 17. September 2015 im Alter von 66 Jahren in seiner Wohnung an Herzversagen. Von da an galt die Umsetzung in seinem Sinne, die Helmut Ecker Stiftung zu gründen und zu führen.
